Schwimmbadverrohrung

Schwimmbad Verrohrung – wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum eigenen Schwimmbecken!

Bei der Schwimmbadverrohrung werden meistens PVC-Druckrohrverbindungen eingesetzt. PVC Rohre lassen sich mit PVC Fittingen als sogenannte nicht lösbare Verbindungen mit Klebstoff verbinden. Eine fachgerechte Klebeverbindung ist vergleichbar mit einer Schweißung. Die Klebeverbindung ist dauerhaft beständig, optimal druckdicht und längskraftschlüssig.

Bei der Herstellung von Klebeverbindungen sind folgende Punkte zu beachten.

1. Bei PVC Klebearbeiten bildet sich ein Lösungsmittel – Luft – Gemisch, das gesundheitsschädlich und explosiv ist. Der Arbeitsplatz ist daher gut zu durchlüften. Es sind die Aufschriften von Klebstoffgebinden unbedingt zu beachten.

2. Die Rohre sind grundsätzlich rechtwinkelig zur Rohrachse zu trennen. Nur dadurch ist es möglich, die geforderte
Klebelänge von 0,5xRohrdurchmesser +6mm zu erreichen. Die Rohrtrennung kann mittels feinzahniger Säge oder mit Kunststoffrohrschneider erfolgen.

3. Das Rohrende muss innen entgratet und außen auf 15Grad angefasert werden, damit beim Zusammenfügen der     Klebstoff nicht weggeschoben wird. Zum Entgraten eignet sich ein Schaber und zum Anfasern eine Feile.

4. Das äußere Rohrende und die Innenfläche des zu verklebenden Fitting werden mit nicht fasernden und nichtfärbenden, saugfähigem Fließpapier und speziellen Reinigern z.B. Tangit gesäubert. Die Klebefläche soll trocken, fettfrei und schmutzfrei sein.

5. Der Klebstoff wird mit einem Pinsel zuerst in der Fittingmuffe mit mäßiger Auftragsstärke und danach auf das Rohrende satt, gleichmäßig und vollflächig in Längsrichtung aufgetragen. Um ein Verdunsten oder vorzeitiges Eindicken des Lösungsmittels zu verhindern, ist die Klebstoffdose während der Arbeitspausen zu verschließen. Im Freien dürfen unter +5Grad keine Klebeverbindungen hergestellt werden.

6. Die zu verbindenden Teile sind sofort nach dem Aufbringen des Klebstoffes bis zum Anschlag zusammenzufügen und  auszurichten. Die Zeitspanne vom Auftragen bis zu Verklebung beträgt bei Tangit – Klebern ca. 3 Minuten und kann sich bei  Temperaturen über 25 Grad auf ca. 1 Minute verkürzen. In der Regel sollen die Rohre während der ersten 5  Minuten nicht bewegt werden.Schrauben von Flanschverbindungen dürfen erst nach ca. 30 Minuten angezogen  werden.

Da in der Schwimmbadtechnik der Betriebsinnendruck im Rohrsystem nicht wesentlich über 2 bar liegt, werden Rohre mit 10 bar verwendet. Die Betriebstemperatur sollte 45 Grad nicht überschreiten, da es sonst zur Deformierung kommt und in weiterer Folge zur Undichtheit. Kunststoffrohre sind grundsätzlich zur Erdverlegung geeignet. Die Verfüllung und Verdichtung bis ca. 25-30cm hat mit steinfreiem Material von Hand zu erfolgen. Bei der Verlegung und Durchführung durch Mauern ist darauf zu achten, dass keine Setzungen erfolgen und bei Durchgängen ist das Rohr vor Abdrücken z.B. durch Überschubrohre zu sichern. Werden Rohre an einer Wand befestigt, ist auf die Durchbiegung zu achten. Bei einem Rohrdurchmesser von 50mm ist alle 100cm eine Rohrschelle anzubringen.

Zur Überprüfung der Rohre ist besonders bei der Erdverlegung eine Dichtigkeitsprobe durch Abdrücken zu empfehlen. Bei der Druckprobe ist in der Regel ein Prüfdruck von 2,5 bar bei einer Prüfungsdauer von 1 Stunde ausreichend. Bei einem durch die Dehnung des elastischen Werkstoffes möglichen Druckabfall von nicht mehr als 0,1 bar dürften keine Undichtigkeiten am Rohr oder an den Verbindungen auftreten. Dies setzt voraus, dass die Rohrleitungen entlüftet und die Beckeneinbauteile einwandfrei abgedichtet sind.